So scheint Anbeginn der Zeit haben Unternehmen es sich zur Aufgabe gemacht Mitarbeiter und Kunden zu verärgern. Erstere werden dabei mit unzähligen, geheimen Informationen behaftet die sich nicht ausplaudern dürfen, was meistens selbstverständlich fehlschlägt. Immerhin handelt es sich auch dabei nur um Menschen und wie würde die Welt nur aussehen, wenn es sie nicht gäbe. Sogenannte „Maulwürfe“ sind auch für die Spielbranche unerlässlich, denn wie sonst sollen Verbraucher sich vor den fiesen Firmenstrategien von Konzernen wie Sony oder Nvidia – die beiden jüngsten Beispiele – schützen?
Nun fragen Sie sich sicher warum mich soviel Unmut plagt.
Sony: Seit einigen Wochen kursieren im Internet – Dank der Firmenspitzel – Gerüchte rund um eine neue, günstigere Version der Playstation 3. Nicht auf Grund der Firmenphilosophie, sondern wegen der Bösartigkeit gegenüber Endanwendern entscheidet sich Sony zu behaupten, dass es dieses Jahr keine Preissenkung der 600 Euro teuren Playstation 3 mehr geben wird. Kurz darauf liefert man das Gerät mit zwei Spielen aus, teilweise verschenkt man sogar kostenlose Blu-ray Discs.
Einige Tage später scheint die Bösartigkeit des Unternehmens überwunden, Sony sträubt sich dagegen zu den weit verbreiteten Gerüchten Stellung zu nehmen, widerruft vorherige Aussagen allerdings nicht. Mehrere tausend Benutzer begaben sich in der Zwischenzeit in den Handel um das 600 Euro teure Multimedia-Wunder zu erstehen, nicht ahnend was Sony tatsächlich vorhat.
Und nun sieht es so aus: Sony kündigte zwei Versionen der Playstation 3 für den europäischen Markt an. Künftig wird es eine abgespeckte 399 Euro Version der Playstation 3 geben, der Preis des sogenannten Start Packs sinkt auf 499 Euro, außerdem erhalten Spieler zusätzlich einen weiteren Controller und die beiden standardmäßigen Spiele.
Nvidia: Fast noch übler verhält sich der Entwickler von Grafikkarten in den letzten Wochen und Tagen gegenüber seiner Käuferschaft. Geschäfte bieten nach wie vor das alte Modell Geforce 8800 GTS Modell mit 320 Megabyte Grafikspeicher an. Doch ein chinesisches Vögelchen hat dem Internet nun gezwitschert, dass es sich dabei um ein veraltetes Auslaufmodell handelt und trotzdem liegt der Preis nach wie vor bei fast 300 Euro. Eine Frechheit wenn man bedenkt, dass der Nachfolger mit 256 Megabyte um 200 Euro in die Läden kommen soll, doppelt soviel Speicher wird es für nur 50 Euro Aufpreis geben. Außerdem soll der überarbeitete Chip mit 16 Stream Prozessoren mehr zurecht kommen.
Nun frage ich Sie als Verbraucher: Ist das fair?
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